Meine Gedanke über mein Kunst

 

  • In der moderne Welt gewinnen die exakten Wissenschaften immer mehr an Bedeutung. Man versucht nicht nur das Materielle, sondern auch das Geistige zu erkennen und wissenschaftlich zu erklären. Sogar die Kunst nähert sich der Wissenschaft an und benutzt immer öfter wissenschaftliche Verfahren. Man vergisst, dass Kunst meistens mit dem Geist und mit der Intuition zu tun hat. Deshalb möchte ich mein Konzept und mein Verstehen von Kunst hier vorstellen.
  • Vor allem wende ich mich mit meinen künstlerischen Arbeiten an den einfachen Betrachter und nicht an einen engen Kreis von Künstlern und Kunsthistorikern. Motive und Themen sollen jedem verständlich sein und damit dem Ziel dienen in gewöhnlichen Dingen eine Tiefe und allgemeingültige Bedeutung zu entdecken. Im gegenwärtigen technischen Leben ist es nicht auf den ersten Blick ersichtlich, wie wichtig zwischenmenschliche Beziehungen sind, wie unlösbar der Zusammenhang zwischen dem Menschen und der Natur ist.
  • Ich befasse mich bevorzugt mit solchen Themen wie Liebe und der Beziehung zwischen Mann und Frau, Schönheit der Natur und des menschlichen Körpers, Religion und der Figur des Christus als Symbol der Freiheit des menschlichen Geistes. Für mich ist die Liebe das wichtigste und kraftvollste Gefühl, das dem Leben einen Sinn verleiht.
  • Ohne Liebe würde unsere Existenz sinnlos und langweilig. Liebe ist die treibende Kraft, die Farbe des Lebens. Es ist die Zärtlichkeit der Mutter zu ihrem Kind wie auch das Gefühl der Dankbarkeit des Kindes zu seinen Eltern, die verzehrende Leidenschaft eines Liebespaares und die alles vergebende Liebe Gottes. Eine große Bedeutung hat in meinen Bildern über die Liebe die Frau als Verkörperung der ewigen Schönheit, Erotik und Leidenschaft.
  • Religiösen Motive tauchen nicht zufällig in meinem Schaffungsprozess auf. Meine Darstellungen aus Themen der Evangelien sind für mich selbst immer wie eine Offenbarung. Durch das Beleben der Figuren aus der Evangelien vor allem Christus versuche ich die 2000 Jahre alten Ergebnisse an die gegenwärtige Zeit anzunähern und dadurch auch dem Betrachter die Möglichkeit zu geben die Geschehnisse der biblische Geschichte mit anderen Augen und betrachten und ihn dazu zu bewegen sein eigenes Verhalten Gott gegenüber besser zu verstehen.
  • Das Ziel besteht also nicht darin die Menschheit zu verändern oder Wahrheiten zu lehren, sondern Religion zu vermenschlichen, sie an den Einzelnen heranzubringen und dadurch eine innige Beziehung zwischen Gott und dem Menschen herzustellen. Christus ist auch sehr menschlich. In meiner Vorstellung ist er weniger als allmächtige Gott, sondern viel mehr eine verstandene und nicht anerkannte Persönlichkeit, die die Welt verändern und verbessern wollte und dem menschlichen Starrsinn und Unglauben zum Opfer fiel.
  • Im Zusammenhang mit der Gestalt Christus steht die Figur Don Qichote. Don Qichote ist ebenso das Sinnbild eines Suchenden, der mit herrschenden Weltordnung nicht einverstanden ist, der ständig auf der Suche nach verlorenen Idealen ist. Er ist stark ausgeprägter Individualist, ein Träumer und skurriler Mensch. Ich finde seine Figur sehr modern in unsern Zeit, in der es sehr schwierig ist wirklich originär zu sein und die Welt mit neuen Ideen zu füllen. Mit Hilfe dieser Gestalt versuche ich Betrachter zu bewegen über seine Bedeutung und seine Stelle hier und jetzt nachdenken und zu zeigen , dass die innere Freiheit des Menschen am wichtigsten ist.
  • Alle meine Bilder sind der Bestandteil und Inhalt meines Projektes. Und das Ziel dieses Projektes ist der Betrachter, seine Gefühle und seine Überlegungen. Ich befasse mich mit Themen, die mich berühren , die mir mich selbst zu verstehen helfen mit Sujets, die, wie ich glaube, vielen nah und vertaut sind. Meine Kunst ist nicht kodiert und verschlüsselt, ich richte mich an jeden Betrachter und gebe ihm vollständige Freiheit. Ich zwinge niemandem zu bestimmten Überlegungen, versuche auch nicht meine Meinung aufzudrängen.
  • Ich arbeite meist intuitiv und lege überhaupt einen großen Wert auf die Intuition. Deshalb ist meine Kunst viel mehr auch durch die Intuition des Betrachters zu verstehen. Ich versuche in meinen Bildern die unendlichen Horizonte zu öffnen und ein freies Feld für die Phantasie des Betrachters zu lassen. Wenn die Menschen sich mehr mit ihren Gefühlen, mit ihren Empfindungen der Welt und mit einander beschäftigen würden, wenn meine Kunst sie zum Nachdenken und zum Verstehen ihrer selbst und der Wichtigkeit der gewöhnlichen und gleichzeitig ewigen und bedeutenden Sachen bewögen, dann würde das Ziel meines Projektes erreicht.