Aus dem Lehrbuch "Welt Kunst Kultur des XX - Jahrhunderts"

Lehrbuch für Hochschulen und Gimnasien

Verlag "Piter" Sankt- Petersburg, Russland, Jahr 2007
ISBN 978-5-469-01540-6

 

Nikita Knikta (Nikita Vladimirovitch Kurdyukov) wurde in Moskau geboren und lernte bei seinem Vater, dem bekannten Künstler Vladimir Kurdyukov.

Vladimir Dmitriyevitch Kurdyukov (geb. 1955). Absolvent der Moskauer Hochschule für industrielle Kunst (Stroganov-Institut). Mitglied der Künstlerunion, 1. Preis bei der Internationalen Biennale in Malta 2005. Experimenteller Künstler, der verschiedene Maltechniken zu vereinen sucht (öl und Kohle). Bekannteste Werke - Serien „Nebel“, „Jerusalem“, „Sizilien“. In letzter Zeit versieht er Gemälde mit Aufschriften – gewissen ?u?erungen von Don Quichotte, wie zum Beispiel „’Keine Rettung vor der Liebe’. Don Quichotte“.

Seit 1990 nimmt Nikita Knikta an Kunstausstellungen teil, im Haus der Künstler an der Kusnezki-Brücke, im Zentralen Haus der Kunst, in verschiedenen Galerien in Moskau, den USA, Gro?britannien und Deutschland, darunter eine Ausstellung anlässlich der Weltjugendspiele in Moskau, „Byron-Puschkin“ (Moskau-London), im Spaso House, der Residenz des US-Botschafters in Moskau usw. Seit 1999 ist er Stipendiat der internationalen Spivakov-Stiftung und Preisträger des I. Internationalen Puschkin-Festivals der K?nste in Moskau. Im Jahr 2001 gewinnt er den 1. Preis bei einem Wettbewerb im Hilton-Hotel in München.
Von 2000 bis 2006 studiert Nikita Knikta an der Akademie der Bildenden Künste in München und wird dort 2003 zum besten Studenten des Jahres ernannt. Er nimmt laufend an Ausstellungen in München wie auch in anderen Städten in Deutschland, Russland und den USA teil. In den letzten Jahren wird er zunehmend von f?hrenden deutschen Galerien eingeladen und geht einer sehr aktiven künstlerischen und ausstellerischen Tätigkeit nach. In dieser Zeit wird er Mitglied des deutschen und des bayerischen Berufsverbandes Bildender Künstler wie auch des entsprechenden Moskauer Verbands.

Der künstlerische Stil von Nikita Knikta ist Expressionismus in seiner markantesten und gespanntesten Ausprägung. Die Figuren sind verzerrt und ihre Bewegungen ungestüm und hastig. Dabei zeichnen sich die Werke des Künstlers durch eine zuerst durchdachte und präzise Komposition aus, die auf maximalen bildlichen Ausdruck abzielt. Für jedes Bild wählt der Künstler eine konkrete Farbzusammensetzung, die ihm besondere Ausdruckskraft und Bewegung verleiht – kalte silberblaue Töne in „Der Raub Europas“ (1999), eine dramatische Kombination von Rot, Gelb und Gr?n in „Schwarze V?gel“ (1998), ein goldenes Lodern im „Zarenpalast von Puschkin“ (1999).
Das Werk von Nikita Knikta deckt einen sehr breiten Themenbereich ab, der auch das Ma? an expressionistischem Schwung vorgibt – von raumperspektivischen Landschaftskompositionen – „Türkei“ (1997), „Landschaft“ (1997), „Russisches Gebet“ (1997) bis zu kräftig-dynamischen Bildern wie „Don Juan kämpft mit der Komturstatue“ (1999), „Don Juan“ (1999), beschaulich-tiefsinnigen wie „Don Quichotte“ (1999) und in einem primitivistisch-expressionistischen Stil gehaltenen Werken wie „Engel des XX. Jahrhunderts“ (1999), „Aus dem Dorfleben“ (1999) usw.
In letzter Zeit interessiert sich der Künstler sehr für Themen des Neuen Testaments, die er in virtuos ausbalancierten Bildkompositionen verarbeitet, bei denen die Oberflächenfaktur des Bildes eine große Rolle spielt, wie auch die nach langer überlegung gewählte komplexe Farbgebung.
Nikita Knikta kommt immer häufiger auf die Person des Don Quichotte zurück, die für ihn auf paradoxe Weise ein Symbol für die Rückkehr zum Ursprung, nach Hause wie auch ein Symbol des Leidens und des Schicksals Russlands ist.

Nikita Knikta arbeitet sehr viel und entdeckt für sich neue Techniken, die er auf ungewöhnliche Weise kombiniert (Aquarell, Acryl, Collage). Sein Werk wächst und entwickelt sich weiter, wobei besondere Merkmale dieses jungen Künstlers sein unermädliches Interesse an der ihn umgebenden Welt, sein positiver Blick auf das Leben und sein hoher professioneller Anspruch an seine Arbeit sind. All dies befühigt ihn dazu, unbeirrt seinen k?nstlerischen Weg weiterzugehen und neue Meisterwerke zu erschaffen.